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Rethinking Sports – der Nachschlag 

Audi Talk

Der Sport nimmt langsam wieder Fahrt auf, volle Stadien, Großveranstaltungen und herzhafte Stimmungsbilder sind allerdings nach wie vor Wunschdenken. Was sind die Folgen, wie sehen die Konsequenzen aus und muss der Sport nach der Krise umdenken? Dieser Thematik ging der Audi Talk bei seiner Premiere nach und lud dazu ÖSV-Techniker Manuel Feller, FC Red Bull Salzburg Trainer Jesse Marsch und Motorsportler Reini Sampl in die MOONCITY. Danny Liepolt aka Proownez, einer der bekanntesten FIFA-eSportler und Influencer des deutschsprachigen Raumes, wurde zugeschalten.

Zwei Tage vor dem ÖFB-Cup Finale gegen Austria Lustenau strahlte der US-Amerikaner Jesse Marsch seinen gewohnten Optimismus aus. „Es ist eine große Botschaft, so ein großes Spiel gleich zu Beginn zu spielen. Die letzten Wochen waren ungewohnt, die Zeit ist für alle ein bisschen komisch. Aber unsere Jungs haben ihre Hausaufgaben für ihre Fitness gut gemacht und es war spannend wieder zusammen zu sein. Das Training mit den kleinen Gruppen war in den ersten Tagen nicht ideal, aber es war ein erster guter Schritt in Richtung Normalität. Wir haben gesagt okay, was sind die Regeln und was können wir mit unseren Jungs tun. Denn egal welche Herausforderung, wenn es wieder los geht, müssen wir bereit sein, gut spielen und alles geben.“

Während der Fußball wieder ins Rollen kommt, wurden die Tokio-Spiele um ein Jahr verschoben. Aber entspricht es überhaupt noch dem Zeitgeist, dass tausende Sportler gleichzeitig von A nach B reisen? „Natürlich ist das zeitgemäß, das sehe ich ganz pragmatisch. Für einen Sportler gibt es nichts größeres als sein Land bei Olympischen Spielen zu vertreten. Es fliegen glaube ich eine Million Leute nach Mallorca zum Feiern, sechs Millionen kommen nach München zum Oktoberfest. Wenn man jetzt die Umweltressourcen deshalb bemühen müsste, wäre das ganz der falsche Ansatz. Olympia zu streichen wäre der totale Blödsinn“, betonte der ehemalige paralympische Sportler Reini Sampl, der glaubt, dass die Politik vom Sport durchaus etwas lernen kann. „Es war anfangs richtig und wichtig alles runterzufahren, aber jetzt, mit den neuen Daten und Zahlen die wir haben, könnten wir schneller reagieren. Aber vielleicht denken wir Sportler zu einfach. Wir sind gewohnt, uns auf neue Situationen einzustellen und mit diesen dann zu arbeiten. Da hinkt es glaube ich im Moment etwas nach, da könnte man schon etwas anders machen.“

Manuel Feller möchte in dieser Situation „kein Politiker sein. Keiner von uns hat eine Ahnung, da ist ein neuer Virus, das hat es noch nie gegeben, eine neue Situation für die ganze Welt. Wenn du den Lockdown machst, wirst du von jenen kritisiert, die Geld verlieren. Wenn du ihn nicht machst, heißt es wieder Geld geht vor Menschenleben. Was in meinen Augen ganz wichtig ist, dass man mehr Augenmerk auf die Pflege-Berufe legt, ihnen mehr Respekt zollt und mehr Geld zu Verfügung stellt. Wir haben gelernt, dass diese sozialen Jobs für unser System sehr wichtig sind, die Krise geht vorbei und sie werden schon wieder vernachlässigt“, kritisiert der ÖSV-Techniker, der vor dem Virus zwar keine Angst hat, aber sich durchaus Gedanken hinsichtlich Existenz macht. „Wenn man sagt im kommenden Winter findet keine Saison statt, muss ich mir definitiv etwas anderes überlegen. So viel Geld habe ich auch noch nicht verdient, dass ich eine Saison pausieren kann, zumal ich jetzt Frau und Kind daheim habe. Da sollte schon was reinkommen.“

Diesbezügliche Sorgen plagen Danny Liepolt weniger, denn der eSport gilt als potentieller Gewinner, hat bedingt durch die Krise einen regelrechten Boost bekommen. „Die Zuschauerzahlen sind genauso wie das Medieninteresse stark gestiegen“, bestätigt Proownez, der als absoluter Kapazunder der Szene gilt, auf YouTube über eine Million Follower hat. „Wir haben das Glück, dass wir von der aktuellen Situation nicht so sehr betroffen sind, teilweise sogar kleine Vorteile daraus schöpfen konnten. Es gab schon einige Events wo Profi-Fußballer aus der Bundesliga ihre Teams an der Konsole vertreten haben, die Leute, die Fußball im Fernsehen verfolgt haben, haben nach alternativen Unterhaltungen gesucht und sind bei FIFA eSports hängen geblieben.“

Kann der Sport vom eSport etwas lernen, warum spielen Zuschauer beim Torabschluss keine Rolle, schlägt ohne Fans am Pistenrand die Stunde der Trainingsweltmeister? Den gesamten Talk findet ihr hier:
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