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Audi Talk: Neue Ideen sucht das Land 

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Neue Herausforderungen, andere Wege, wie geht es mit dem Sport weiter? Welche wirtschaftlichen Hürden gilt es zu meistern, wie kommen Eventmacher und Veranstaltungsagenturen aus der Krise, wie düster sind die Vermarktungsprognosen und wie schwer fällt das Vermitteln von Emotionen ohne Fans?

Darüber diskutierte Moderator Stefan Steinacher im Rahmen des zweiten Audi Talks mit dem kaufmännische Geschäftsführer von Red Bull Salzburg, Stephan Reiter, dem CEO der Sportmarketing-Agentur Weirather, Wenzel & Partner, Philipp Radel, dem ehemaligen Athletensprecher und Ski-Weltmeister Hannes Reichelt, sowie Herwig Straka, Geschäftsführer der e|motion group und Manager von Dominic Thiem. Der Audi Talk wurde aus der Salzburger Moon City live auf Facebook, LinkedIn und Youtube übertragen und kam gleich zu Beginn auf die negativen Corona-Ereignisse rund um die Tennis-Adria Tour zu sprechen.

In einer Einspielung zeigte die Präsidenten der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler diesbezüglich ihr absolutes Unverständnis. „Ich glaube wirklich, dass Eigenverantwortung genauso wichtig ist wie die Befolgung der einzelnen Verordnungen. Ich war entsetzt als ich diese Bilder gesehen habe, da war ja alles außer Kraft gesetzt. Das wichtigste ist der Abstand, der wurde dort überhaupt nicht eingehalten und wichtig ist, dass du auch nach so offiziellen Sachen nicht in einem Gasthaus herumhängst, mit Leuten, die du überhaupt nicht kennst und wo einfach eine Gefährdung ausgeht. Ich finde das ziemlich verantwortungslos von allen die daran beteiligt waren.“

Ein Urteil, dass Hannes Reichelt als ziemlich hart bezeichnete. Der Salzburger sprach hinsichtlich Adria Tour von einem positiven Grundgedanken, für die Distanz zu den Fans sieht Reichelt die Veranstalter in der Pflicht. „Der Sportler selber kann es nicht tun, da kommst du ja gleich arrogant rüber“, so der 39-Jährige, der im Skisport Olympische Spiele und eine Weltmeisterschaft im gleichen Jahr „für machbar hält, sofern eine Ruhepause zwischen den Veranstaltungen ist.“ Reichelt, der diese Woche sein Comeback auf Schnee feierte, teilte in Folge auch die Meinung von Philipp Radel, „dass Sport betreiben sehr wichtig für das Immunsystem ist. Für mich war es der falsche Ansatz, zuhause eingesperrt zu sein.“
Eine der Kernfragen, die sich im Laufe der Diskussion für Radel stellte, war „ob ein Sitz im Stadion aufgrund der ganzen digitalen Möglichkeiten weniger, oder mehr wert sein wird. Weniger, weil du dir ohnehin alles von zu Hause aus jeglicher Perspektive anschauen kannst, oder mehr, weil es eben nur eine begrenzte Ressource gibt und du genau diese Emotion brauchst. Weil du den Sport vor Ort erleben möchtest, gemeinsam mit den anderen, auf Tuchfühlung mit den Sportlern. Unsere ganz klare Meinung dazu ist, dass es mehr wert werden und nicht zurückgehen wird, weil die Menschen eben diese Emotionen vor Ort miteinander genießen wollen. Und ja, wir werden uns auf Abstandsregeln im Sport gewöhnen müssen. Die Situation, die wir jetzt haben ist eine riesen Chance Konzepte neu aufzusetzen, sie zu hinterfragen und dann noch besser rauszugehen“, so Vermarkter der WWP der hinzufügt, „dass „wir jetzt durchschnaufen und neuen Schwung holen.“
Herwig Straka, der im Herbst von einem „sehr starken Teilnehmerfeld in der Wiener Stadthalle ausgeht“, glaubt, „dass Corona in vielen Lebensbereichen vieles beschleunigt hat. So werden im Bereich der Events digitale Elemente nun schneller greifen und das Erlebnis für den Konsumenten noch erweitern. Gleichzeitig wird die große Spannung eines Live-Events und das einzigartige Gesamterlebnis, das alle Sinne anspricht, erhalten bleiben.“ Die Frage ob Streaming oder digitales TV wird sich aus Strakas Sicht nicht mehr allzu lange stellen. „Das wird am Computer oder Handy konsumiert und der Konsument wird nicht mehr wissen woher der Absender kommt.“
Der Anspruch von Red Bull Salzburg und Stephan Reiter war frühzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen durch die Corona-Krise zu reagieren. „Wir waren mit der Österreichischen Fußball-Bundesliga eine der ersten Sportligen, die ein Konzept vorgelegt haben, das nun erlaubt die Liga sportlich fair zu beenden, um vor allem auch wirtschaftliche Kollateralschäden abzuwenden. Wir werden uns auch weiterhin aktiv und konzeptionell einbinden, wenn es darum geht bald auch wieder vor Publikum zu spielen,“ betonte Reiter, der im engen Austausch mit den Salzburger Festspielen stand und steht. „Wir haben die kaufmännische Geschäftsführung der Festspiele zu unserem ersten Geisterspiel eingeladen und mit den Festspielen unser Präventionskonzept geteilt“, so der CEO, der betont „wie wichtig es ist, einen Notfallplan obenauf in der Schublade zu haben.“ Positive Nachrichten verkündete Reiter auch hinsichtlich Ligabetrieb für die neue Saison. „Die Bundesliga wird mit dem zweite Septemberwochenende wieder zu starten.“
Den Nachschlag in kompletter Länge gibt es unter diesem Text, der dritte Audi Talk folgt im September. Topic der abschließenden Diskussionsrunde ist Rethinking Mobility, der Termin und die Gäste werden in Kürze verlautbart.
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