„Wir müssen uns vor niemand verstecken“„Wir müssen uns vor niemand verstecken“
Zlatko Junuzovic 

„Wir müssen uns vor niemand verstecken“

Jahrelang blieb Red Bull Salzburg der Zugang zur Champions League verwehrt. Jetzt weiß man, dass Österreichs Serien-Meister im Konzert der Großen nicht nur mitspielen, sondern sogar sehr gut mithalten kann. Angeführt von Zlatko Junuzovic gelang den Mozartstädtern eine überaus ansehnliche Premiere in der Königsklasse. Der 32-jährige Dauerbrenner verrät seine Highlights, spricht über die Führungsrolle, das Nationalteam und die EURO 2020.

Ihr habt beim Showdown am letzten Spieltag Titelverteidiger Liverpool einen harten Fight geliefert und auch in den fünf Matches davor jede Menge Spektakel geboten - was war dein persönliches Highlight in deiner ersten Champions League Saison?
Das war wohl unser erstes Champions League-Spiel gegen Genk. Da hat alles zusammengepasst - die Premiere, ein Heimspiel, die Champions League-Hymne. Und dann treffen wir gleich nach zwei Minuten und gewinnen 6:2. So etwas vergisst man nicht.

Wie schwer war es für dich als Champions-League-Neuling die Führungsrolle in einem Team von großteils jungen Wilden auszuüben?
Das war gar nicht schwer, weil jeder im Team Verantwortung übernommen hat und wir insgesamt, als Mannschaft bereit für die große Aufgabe waren.

Red Bull Salzburg wird laut Prognosen als Top-Favorit auf den Europa-League-Sieg gehandelt - wie lautet deine Devise für das Frühjahr 2020?
Auch wenn‘s banal klingt: wir schauen von Spiel zu Spiel!
Mit Holland und der Ukraine stehen zwei Gruppengegner Österreichs bei der EURO 2020 fest. Mit deinem Wissen und deiner Erfahrung von 2016 – wie muss man die Vorbereitung und das Turnier angehen, um nicht so wie vor vier Jahren vorzeitig heimfahren zu müssen?
Wenn ich das wirklich detailliert beantworten soll, brauchen wir sicher eine Stunde oder mehr (lacht). Das Wichtigste, denke ich, wird sein, dass man sich nicht durch die hohen Erwartungen unter Druck setzen lässt. Die Jungs sollten das Turnier und die Atmosphäre genießen. So kann es etwas werden.

2016 in Frankreich war das Turnier für dich ja leider verletzungsbedingt nach dem Auftakt gegen Ungarn frühzeitig vorbei – war das die schmerzvollste Erfahrung deiner Karriere?
Auf jeden Fall war es sehr bitter. Aber mir war stets bewusst, dass so etwas im Sport passieren kann. Das ist sozusagen Teil des Jobs. Deswegen konnte ich es gut einschätzen und abhacken.

Du bist jetzt 32 Jahre, in der Form deines Lebens, hast im Herbst Gala-Auftritte in der Champions League hingelegt – wäre die EURO 2020 nicht eine würdige Bühne für den Abschied vom ÖFB-Team gewesen?
Wer mich kennt, weiß, dass ich stets genossen habe, für die österreichische Nationalmannschaft zu spielen. Aber ich habe mir meinen Teamrücktritt damals nicht leicht gemacht und alles reiflich überlegt. Meine internationalen Spiele absolviere ich jetzt mit dem FC Red Bull Salzburg.

Red Bull Salzburg und der LASK überwintern europäisch, das A-Team ist wieder bei der EURO dabei, 31 rot-weiß-rote Legionäre kicken aktuell in der Deutschen Bundesliga – ist der österreichische Fußball besser als sein Ruf?
Ich denke, dass der Ruf des österreichischen Fußballs ohnehin gut ist. Es gab in den letzten Jahren etliche Highlights von Klubs oder Spielern, die dafür gesorgt haben. Wir müssen uns vor niemandem verstecken.
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